opening on Saturday 24/03/2018

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„THE DIFFERENCE IN SIMILARITY“

Once there was a guy who lived anywhere in the world. All his life he’d been told something. That something was the truth, and there was no other something. And so the first years of his young adult life he thought that the truth was something, and there was no other truth. One day he walked his path to work and came across a girl who crashed into something. The girl was ok, but she left a bump and a scratch behind on something. This caused a reaction and at that moment the guy started thinking… what if something wasn’t the truth? What if something was nothing? Or what if something was everything? Insecurity took over… His world crashed, it didn’t make sense anymore. He started questioning something… anything, all profound things in his beliefs needed re-consideration. And with research came the differences, other explanations for something. Something wasn’t always the only truth anymore. His own vision started to form, different from people who told him something. His something wasn’t similar to all other somethings anymore. And so he came to find that there isn’t something to astray from when there is nothing in the first place. He learned there is a cause to effect. There is no dirty without clean, no beauty without ugly. And there are no differences without similarities…

Creative duo; Miel (Amsterdam, born May ’84) and Telmo (Rotterdam, born June ’89) started their company ‘TelmoMiel’ in the beginning of October 2012. Them meeting (in 2006) made attending the Academy a success. Almost everything that was learned, they got from working with each other. Telmo and Miel started to do murals together, with individual pieces into one composition. This evolved into painting one image together, creating concepts and designs as a duo. With a respect for both visions, they found that ‘perspective’ is one of the most important & interesting aspects of art. The perspective of the maker compared to the viewer, the difference in intend, meaning and interpretation. Perspectives on concept, colors and composition and so forth. This idea of ‘multiple viewing points’ or ‘differences’ is an ongoing discovery in their work. Recent paintings contain playfulness in abstraction of reality, attempting to make the viewer see subjects with a different eye; They grew into using multiple images, layered over one another. By cutting away a top layer, another comes forward to complete the design. This provides a convenient abstraction, but the intend is to create a sort of marriage between figurative parts. Pieces that weren’t normally seen as one, but now complete each other in weird and beautiful ways. Attempting to show nuanced similarities in obvious differences. With references to the human and animal worlds they create complex creatures and fantastic scenarios. Aiming to bring across positivity, humor and a touch of the romantic, their work is arresting and epic. Often executed on a monumental scale, creating huge architecturally sized paintings on building façades. In between they continuously paint with oils on smaller scale, creating bodies of work to exhibit. Their studio work contains individual and collaborative pieces, but all carry the name TelmoMiel.

 

 

„THE DIFFERENCE IN SIMILARITY“

Da war einmal dieser Typen, der irgendwo auf der Welt lebte. Sein ganzes Leben lang wurde ihm irgendwas erzählt. Dass dieses Etwas die Wirklichkeit war. Und so dachte er in den ersten Jahren seines jungen Erwachsenenlebens, dass dort auch nichts anderes ist, denn es gab ja keine andere Wahrheit. Auf dem Weg zur Arbeit traf er eines Tages auf dieses Mädchen, das in ihn und in dieses Etwas hinein stürzte. Dem Mädchen ging es gut, sie hinterließ jedoch eine Beule und einen Kratzer in diesem Etwas zurück. Dieses Ereignis zwang den Typen in diesem Moment zum Nachdenken und er hielt inne … was, wenn dieses Etwas gar nicht die Wahrheit war? Was, wenn dieses Etwas Nichts war? Oder was, wenn dieses Etwas Alles war? Er wurde unsicher…

Seine Welt brach zusammen, sie ergab keinen Sinn mehr. Er fing an die Dinge zu hinterfragen, …alle grundlegenden Erfahrungen, an die er bisher geglaubt hatte, mussten in ihren Grundsätzen neu überdacht werden. Und in dem er sich all diese Fragen stellte, zeigten sich die Unterschiede; es gab andere Erklärungen für dieses Etwas. Dieses Etwas war nicht mehr die einzige Wahrheit. Er begann, seine eigenen Ansichten zu formen. Diese entsprachen in keiner Weise mehr dem, was die Leute ihm bislang über dieses Etwas erzählt hatten. Seine Denkweise hatte mit den Vorstellungen der anderen nichts mehr zu tun.

Und so kam er zu der Erkenntnis, dass dort, wo nichts ist auch nichts verloren gehen kann. Keine Ursache ohne Wirkung. Kein Schmutz ohne Sauberkeit, keine Schönheit ohne Hässlich….. keine Besonderheiten ohne Gemeinsamkeiten… .

Das Künstler Duo startete als “Telmo&Miel” zwar erst Anfang Oktober 2012 durch, der Schlüssel zum Erfolg liegt für beide allerdings in ihrer Begegnung an der Akademie 2006. Fast alles, was sie bis dahin gelernt hatten, beruht auf Teamarbeit. Von Anfang an malten Telmo und Miel neben ihren Studioarbeiten auch ihre Murals zusammen. Durch das Arrangement individueller Teilstücke von beiden Künstlern, verdichtet sich der gestalterische Aufbau des Bildes an der Wand oder auf der Leinwand zu einer außergewöhnlichen Komposition. In Folge entsteht ein gemeinsames Bild, strukturiert nach dem Konzept und Design als Duo.

Im wechselseitigen Respekt für ihre Visionen, nimmt die “Perspektive” in den Arbeiten der beiden Künstler eine zentrale Rolle ein, denn diese ist ihrer Auffassung nach einer der wichtigsten und interessantesten Aspekte in der Kunst.

Das Sujet von “multipler Darstellung” oder “Abweichung” ist ein fortwährendes Merkmal in ihren Bildern. In ihren neuen Arbeiten wollen T&M auf spielerische Art eine Abstraktion von Realität vermitteln, die den Betrachter dazu veranlassen soll, seinen Blickwinkel auf bestimmte Themen zu erweitern.  Die Motive entwickeln ihre Vielfalt durch die Anordnung einer vermeintlichen Vielzahl von Bildern, welche auf mehreren Ebenen übereinander liegen.  Würde man die oberste Schicht wegschneiden oder entfernen, kommt direkt eine neue zum Vorschein, die wiederum das Design vervollständigt. Dieses Vorgehen erlaubt ihnen zwar einen bequemen Umgang mit der Abstraktion als stilistisches Element, die künstlerische Intention jedoch ist, eine Art Verbindung zwischen den figurativen Teilen zu schaffen.

Dinge, die normalerweise nicht als ein Ganzes gesehen werden, fügen sich nun auf seltsame und schöne Weise zusammen. Es ist ein Versuch, durch die Abstufung scheinbarer Gemeinsamkeiten, die offensichtlichen Unterschiede aufzuzeigen. Mit Bezug auf die menschliche und tierische Welt, erschaffen T&M komplexe Kreaturen und fantastische Szenarien. Unter dem Aspekt positiver Zielsetzung sind ihre Arbeiten humorvoll, faszinierend und episch und bergen einen Hauch von Romantik. Wenn das Duo nicht grade weltweit große Kunstwerke an die Gebäudefassaden bringt, meist in monumentalen Maßstäben ausgeführt, malen die beiden zwischendurch an Öl-Gemälden in etwas kleinerem Maßstab für ihre Ausstellungen. Ihre Studioarbeiten enthalten individuelle und gemeinschaftliche Werke, aber alle tragen den Namen TelmoMiel.

Wir freuen uns auf einen Besuch!